Umwelt 

22.12.11 12:00

Erfreuliche Bilanz 2011

Besondere Schwerpunkte: BürgerInnenkraftwerke, Entwicklung des Linzer Energieeffizienzprogramms, Bildungsoffensive mit kostenlosen Lernangeboten und Förderkursen für HauptschülerInnen sowie Ausarbeitung des ersten Linzer Frauenberichts -

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Bildungssystems und der Luftsituation in Linz sind Arbeitsschwerpunkte 2012

Als sehr arbeitsintensiv, aber an Hand der erarbeiteten und umgesetzten Maßnahmen höchst erfreulich bezeichnet die für Frauen, Umwelt, Naturschutz und Bildung zuständige Grün-Stadträtin Eva Schobesberger das zu Ende gehende Jahr 2011. „In allen Ressorts, sei es im Frauen-, Umwelt-, Naturschutz- oder Bildungsbereich, haben wir in Linz heuer deutliche Akzente setzen und zahlreiche Maßnahmen, Verbesserungen und Weiterentwicklungen in die Wege leiten können“, zieht Schobesberger eine positive Bilanz. Eine umfangreiche Darstellung zu den weiteren Aktivitäten ist in der Beilage nachzulesen.

Tatsächlich war der Maßnahmenkatalog der Grün-Stadträtin beachtlich:

 

Bildung:

Erstmals wurde heuer während des Schuljahrs im Linzer Wissensturm kostenloser Förderunterricht für Linzer HauptschülerInnen angeboten. Die Kurse sind als Ergänzung zum schuleigenen Förderunterricht gedacht. Unterrichtet wird von engagierten LehrerInnen und AbsolventInnen pädagogischer Hochschulen aufgeteilt nach Klassen und in kleinen Lerngruppen.  Acht Kurse mit insgesamt 83 Anmeldungen bieten seither Gratis-Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch für Kinder aus allen vier Hauptschulklassen. 

Zusätzlich ausgebaut wurden 2011 auch die kostenlosen Hauptschul-Sommer-Förderkurse. Diese richten sich an alle Kinder, die Förderung der Deutschkenntnisse ist dabei ein besonders wichtiger Lehrinhalt. „Mit den Angeboten wollen wir für tatsächliche


Chancengleichheit bei allen Linzer Kindern sorgen. Sie sind kostenlos, damit sie für alle Kinder gleichermaßen zugänglich sind. Die Förderung der Kinder darf keine Frage der finanziellen Möglichkeiten der Eltern sein“, so Schobesberger.

Neu waren heuer auch die kostenlosen Brückenkurse, die SchülerInnen der 4. Klasse Hauptschule den Schulwechsel in eine Oberstufe erleichterten. Seit Herbst hat die Volkshochschule ihr Programm der kostenlosen Förderkurse um ein weiteres, zielgerichtetes Pilot-Format erweitert. Die so genannten Förderkurse auf Abruf werden nun, zusätzlich je nach Bedarf, direkt in den Schulen abgehalten. Mit diesem neuen Angebot sollen so viele SchülerInnen wie möglich erreicht werden, und zwar direkt an der Schule. Die Förderkurse „on demand“ sind bereits auf großes Interesse gestoßen. Durch die persönliche Absprache der Projektzuständigen der VHS mit den DirektorInnen und Lehrkräften der Linzer Schulen, konnte das neue Angebot rasch koordiniert und im innerschulischen Ablauf verankert werden.

 „Insgesamt zeigt der heurige Ansturm auf die kostenlosen Förderangebote – viele Angebote waren völlig ausgebucht -, dass gewaltige Defizite im Schulsystem vorhanden sind. Zusätzlich bestätigt das hohe Interesse, wie wichtig diese Unterstützung im Bildungsprozess der Kinder ist, sowie die hervorragende Arbeit der VHS-MitarbeiterInnen und LehrerInnen“, so die Bildungsstadträtin. Zusätzlich wurden heuer u.a. Projekte wie „Mädchen in die Technik“ ausgearbeitet bzw. sind bereits erfolgreich gestartet.

 

Umwelt

Im Umweltbereich sind 2011 besonders die „BürgerInnenkraftwerke“ hervorzuheben: Mit dieser Solar-Offensive der Linz AG nimmt die Stadt Linz eine VorreiterInnenrolle ein. Damit wurde es allen, auch denjenigen die keine Wohnung oder ein Haus besitzen, ermöglicht, in Solarpaneele zu investieren. „Die sogenannten „Sonnenscheine“ waren in kürzester Zeit vergriffen, die KundInnen haben damit einen aktiven Beitrag zur sauberen Stromversorgung in Linz geleistet und fördern ein kontinuierliches Wachstum der Solar-Kraftwerke“, freut sich Schobesberger.

Neben dieser innovativen Form, sich selbst aktiv am Ausbau der erneuerbaren Energieträger in Linz zu beteiligen, startete unter Federführung der Umweltstadträtin heuer auch ein völlig neuartiges „Energieeffizienz-Programm“: Seit Monaten wird intensiv an konkreten Maßnahmen zur effizienten Energienutzung der Unternehmen der Stadt Linz gearbeitet. „Neben Energie- und damit Kosteneinsparungen  erwarten wir auch eine deutliche CO2-Reduktion, und damit eine deutliche Verbesserung der Luftsituation“, so Schobesberger. „Wir arbeiten somit an unserer eigenen Energie-Strategie und setzen dabei auf zwei Ziele:  Energie einsparen sowie erneuerbare Energieträger ausbauen. Wir zeigen damit ganz deutlich auf, wie eine Stadt auch unter aktiver Einbeziehung ihrer EinwohnerInnen  Energieeffizienz vorleben kann“, so die Umweltstadträtin.

 

Frauen

Unter Federführung von Frauenstadträtin Schobesberger wurde heuer der erste Linzer Frauenbericht präsentiert. „Die daraus resultierenden Empfehlungen münden in das  Frauenprogramm, das künftig die Grundlage für bedarfsorientierte frauenpolitische Maßnahmen, - Aktivitäten und konkrete Projekte in Linz ist. „Wir wollen hier schon im nächsten Jahr ein maßgeschneidertes Programm, dass auf die Bedürfnisse der Linzerinnen abgestimmt ist, entwickeln“, so Schobesberger. Erfolgreich angelaufen und stark nachgefragt ist heuer auch das „Papamonat-Modell Linz“.

 

Ausblick 2012

Auch der Ausblick auf das Jahr 2012 ist arbeitsintensiv: „Wir werden mit all unseren Mitteln weiter den Ausbau im Bildungssystem vorantreiben. Zwar ist eine bundesweite Schulreform nach wie vor dringend notwendig, dass es aber auch anders gehen kann, wollen wir in Linz auch nächstes Jahr vorzeigen“. Im Umweltbereich wird vor allem an der „Baustelle Luft“ zu arbeiten sein: „Die aktuelle Situation mit den vielen Feinstaubgrenzwert-Übertretungen ist absolut nicht erfreulich. Hier werden wir zukünftig auch die Eindämmung des Individualverkehrs in Angriff nehmen müssen, dabei erwarte ich mir auch von den anderen Fraktionen, die Luftsituation genauso ernst zu nehmen, schließlich gehen die Belastungen auf Kosten unser aller Gesundheit“, schließt die Umweltstadträtin.

 

Von: Die Grünen Linz