Soziales
Krabbelstuben-Öffnung und Wegfall der 20h-Hürde: Bedauerliche ÖVP-Politik-Plagiate hinken wieder um Monate hinterher
Sozialsprecherin Ursula Roschger: Wieder versucht eine ideenlose ÖVP, Grüne Initiativen und Anträge der vergangenen Monate und Jahre schwarz zu färben und als ÖVP-Familienpolitik zu verkaufen. Der Wegfall der 20-Stunden Hürde für berufstätige Eltern als Aufnahmevoraussetzung für einen Krabbelstubenplatz, den wir schon seit Monaten fordern, ist dringend notwendig, jedoch nicht die einzige Maßnahme, um berufstätige Eltern den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern.
Bereits im März 2009 haben die Grünen Linz - mit Zustimmung der ÖVP – imGemeinderat den Antrag eingebracht, dass für die Aufnahme in eines tädtische Krabbelstube die Hürde der 20 Stunden Beschäftigung fallen soll. „Der Nachweis von 20 Stunden Beschäftigung stellt sich vermehrt alsHürde dar: Es gibt Eltern, besonders Frauen, die nach der Geburt desKindes relativ schnell wieder in den Arbeitsalltag eintreten möchten/müssen, auch, um nicht den Anschluss bei der Arbeitsstelle zuverlieren“, so Roschger. „20 Stunden sind aber für die Alltagsorganisation zu Beginn oft zu viel. Besonders wenn zwei Kinder zu betreuen sind, sind schon 10 bis 15 Stunden Arbeit eine große Herausforderung für die Organisation eines reibungslosen Alltages“.
Es ist allerdings ein Armutszeugnis für die Familienpolitik der ÖVP, die Ansätze der anderen Parteien ständig kopiert, anstatt selbst Ideen einbringt. Zur eigenen Ideenlosigkeit gesellt sich nun auch noch die Dreistigkeit, diese Anträge einfach auf ÖVP-Papier zu drucken, und als ÖVP-Familienpolitik zu verkaufen.
Dass eine Kopie qualitativ allerdings nie mit dem Original vergleichbar ist, zeigt sich im Detail: Neben dem Wegfall der 20-Stunden-Hürde brauchtes noch weitere Begleitmaßnahmen, wie die flächendeckende Öffnung der Einrichtungen bis 18.00 Uhr oder den Ausbau der Sprachförderung für alle Kinder.
Besonders in diesem Bereich zeigt die ÖVP-Kopie gravierende Fehler: „Deutsch-Kenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund ständig zu kritisieren, und sich gleichzeitg darüber zu brüskieren, dass die Krabbelstuben seit geringer Zeit auch für alle Kinder offen sind, zeigt die menschlich verwerfliche Exklusivität der ÖVP-Familienpolitik. Krabbelstuben sind für uns ganz bedeutende Bildungseinrichtungen, wo Sprachförderung für alle Kinder gezielt betrieben werden soll, und nicht nur eine spezielle ÖVP-Oberschicht bedient werden soll“, so Roschger.