Soziales
Kaum Biokost in Kindergärten: Lenger fordert von SPÖ endlich Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses von 2001 ein!
Lenger: „30%iger Biokost-Anteil in städtischen Kindergärten: Was beispielsweise in den Einrichtungen der gespag-Landeskrankenhäuser längst Standard ist, ist in Linz seit fast 10 Jahren trotz eines gültigen Gemeinderatsbeschlusses einfach nicht möglich: Es kann ja wohl nicht sein, dass die SPÖ diesen Beschluss seit Jahren grundlos ignoriert“.
Bereits 2001 beschloss der Linzer Gemeinderat auf Initiative der Grünen einstimmig, innerhalb von drei Jahren schrittweise das Angebot in städtischen Einrichtungen im Umfang von 30 Prozent auf Bio-Kost umzustellen. „Trotzdem funktioniert die Umstellung auf Bio-Kost in städtischen Einrichtungen immer noch nicht“, kritisiert Gerda Lenger, Klubobfrau der Grünen Linz. Laut einem vom Linzer Kontrollamt erstellten Gutachten lag 2008 der Bio-Anteil am Lebensmitteljahresumsatz durchschnittlich nur bei 13 Prozent. Zudem wurde im Herbst 2008 der Bezug von Eiern aus Bio-Betrieben zur Gänze eingestellt.
Trotzdem inserierte die Linzer SPÖ im Gemeinderatswahlkampf 2009 noch flächendeckend „30 Prozent der Lebensmittel sind Bio-Waren“. "Reiner Wahlkampf-Schwindel“, kritisiert Lenger. „Aus nicht nachvollziehbaren Gründen will die SPÖ diesen gültigen Beschluss einfach aussitzen“, so Lenger.
"Im SPÖ-dominierten Wien hat man längst einen Bioanteil von 50 Prozent beim Mittagessen in Kindergärten erreicht und strebt bereits mehr an, bei den gespag-Küchen beträgt der aktuelle Bioanteil bei Frischware an die 30 Prozent, Molkereiprodukte wie Milch, Butter, Joghurt und Topfen werden sogar fast zur Gänze aus biologischer Landwirtschaft zugekauft. "Und Linz ist nicht in der Lage, die vor 9 Jahren beschlossenen 30 Prozent nur annähernd zu erreichen", kritisiert Lenger und fordert endlich Engagement von Bürgermeister Dobusch.
„Bio-Kost ist ein wertvoller Beitrag zu gesunder Ernährung, außerdem sollen im Sinne der regionalen Strukturen wie Verkehr und Arbeitsplätze regionale, saisonale Produkte sowie Fair-Trade-Produkte bevorzugt werden“, erwartet Lenger breite Zustimmung im Gemeinderat.