Mobilität 

13.05.10 18:12

WESTRING TRANSITAUTOBAHN gefährdet tausende Arbeitsplätze in Linz!

Entweder Ausbau von Arbeitsplätzen oder vollkommenes Unterwerfen dem Autoverkehr durch ein überdimensioniertes Autobahnprojekt mitten durch Linz

- die geplante WESTRING TRANSITAUTOBAHN gefährdet tausende Arbeitsplätze in Linz!

 

Die VOEST plant riesige Investitionen am Standort Linz. Das wird trotz höchstem technischen Standard nicht ohne zusätzliche Emissionen ablaufen. Inzwischen ist man aber im Großraum Linz an einem Niveau angelangt, wo zusätzliche Luftbelastungen kaum mehr möglich sind. Die zahlreichen Grenzwertüberschreitungen sprechen eine deutliche Sprache. Es besteht höchster Handlungsbedarf zur weiteren Emissionsverminderung.

Eines ist klar: Sowohl ein Ausbau der Industrie in großem Stil als auch der Bau einer mehrspurigen Autobahnschneise mitten durch Linz, die den Autoverkehr und die damit verbundenen Schadstoffemissionen im Großraum Linz noch einmal drastisch erhöhen wird, wird nicht möglich sein! Ein Glas, das voll ist, verträgt auch keinen zusätzlichen Tropfen!

Außerdem werden im Hinblick auf den Klimaschutz und die notwendige drastische Reduktion von Treibhausgasen Veränderungen notwendig ein, die sich die Politik jetzt noch gar nicht vorstellen will. In diesem Zusammenhang ist es sonnenklar, dass ein derart energieintensives Vorhaben, das eindeutig noch mehr Schadstoffe im Großraum Linz bringt - wie die WESTRING TRANSITAUTOBAHN - nicht mehr möglich ist.

Die Politik steht damit vor einer Schlüsselfrage: Wollen wir weitere tausende Arbeitsplätze im Linz schaffen oder – im Irrglauben, dass es nur so geht – mit Autolösungen von vorgestern eine vollkommene Unterwerfung dem Kfz-Verkehr in Form von neuen riesigen Autoschneisen in Linz erreichen.

Dass sich der Wirtschaftsstandort Linz nur mit der WESTRING TRANSITAUTOBAHN zum Positiven entwickeln kann, ist ein Ammenmärchen. Zum einen wären die bisherigen wirtschaftlichen Erfolge auf Basis dieser Theorie mit dem jetzigen Straßennetz nicht möglich gewesen, zum anderen ist es kein Zeichen wirtschaftlichen Wohlstandes, wenn tausende Fahrten in Verkehrsmitteln stattfinden, für die es umweltfreundlichere Alternativen gibt bzw. Alternativen geschaffen werden können. Die zunehmende Abhängigkeit von Autoverkehr verschlechtert sogar unsere Wirtschaftskraft, weil wir immer mehr vom Ausland abhängig werden und Gelder dorthin fließen.

Es ist nicht Aufgabe der Politik, durch neue Straßen immer mehr Autos in die Stadt zu locken sondern für jene, die jetzt an den Stadteinfahrten nach Linz hereinstauen (aber auch für viele innerstädtischen Fahrten) attraktive Öffentliche Verkehrsmitteln anzubieten. Und schon gar nicht darf man neuen überregionalen Verkehr mitten durch Linz leiten.

Alle, die behaupten, die Überlastungen des Straßennetzes nur mit der WESTRING TRANSITAUTOBAHN beseitigen zu können, haben sich nicht ernsthaft mit den möglichen Alternativen auseinandergesetzt.

Alleine das Faktum, dass bei gleicher Breite mit einem Öffentlichen Verkehrsmittel 10 mal so viele Personen transportiert werden können wie mit einer Fahrspur für den Kfz-Verkehr spricht eine deutliche Sprache für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Nur aufgrund dieser eklatanten Schwächen des Kfz-Verkehrs sind derart überzogene Lösungen wie z.B. eine siebenspurige Donaubrücke überhaupt angedacht.

Da sowohl der Ausbau der Industrie als auch Verkehrsprojekte entsprechend lange Vorlaufzeiten haben, können wir daher einmal mehr appellieren, besser noch heute als morgen sich von dem längst überholten und um das Mehrfache zu teuren Megaprojekt WESTRING TRANSITAUTOBAHN zu verabschieden und intensivst an nachhaltigen Lösungen für den Verkehr in Linz zu arbeiten.

Eine attraktive und gesunde – von Abgasen und Lärm befreite Stadt Linz – und das ist nur ohne WESTRING TRANSITAUTOBAHN zu erreichen - mit ausreichenden Arbeitsplätzen für alle hier und im Umfeld lebenden Menschen muss eines der höchsten Ziele für die Zukunft sein!

 

Dr. Alfred Jaeger

Sprecher der Überparteilichen Plattform gegen die Westring – Transitautobahn mitten durch Linz

 

 

 

 

 

 

 

 

Anhang:

Brief an den Vizekanzler und Lebensminister:
http://www.westring.info/fileadmin/Presse/BM_Pr_ll___Berlakovich_122009.pdf

Schlusslicht beim Klimaschutz:
http://www.westring.info/neuwestring/fileadmin/Presse/Schlusslicht_beim_Klimaschutz_-_Westring_Transitsautobahn_15112009.pdf

Presseaussendungen zur Steuergeldvernichtung – „Um fremdes Geld ist alles erlaubt“…
http://www.westring.info/fileadmin/Presse/A26-S10_die_unrentabelsten_Autobahnprojekte__sterreichs_23092007.pdf
http://www.westring.info/fileadmin/Presse/Presseaussendung_Brief_an_die_Eigent_mer__ber_A26_S_dtunnel_2132008.pdf
http://www.westring.info/fileadmin/Presse/Presse_Steuergeldvernichtung_-_Faymann_18072008.pdf

http://www.westring.info/fileadmin/Presse/Presse_Steuergeldvernichtung_-_RH_Bericht_24082008.pdf

Schreiben an den Bundesrechnungshof:
http://www.westring.info/fileadmin/Dokumente/Rechnungshof_Westring_052008.pdf

Von: Die Grünen Linz