Mobilität
Mobilität
Die Stadt ist die sozial, wirtschaftlich und ökologisch am weitesten entwickelte Art des menschlichen Zusammenlebens. Auf wenig Fläche laufen die komplexesten gesellschaftlichen Vorgänge ab, der öffentliche Raum wird intensiv genutzt. Geringe Distanzen machen viele Kontakte möglich und schonen die Ressourcen.
Diese Vorteile der Stadt wollen wir stärken. Selbst wenn die Wege noch so kurz sind, gehört zum städtischen Leben immer auch der Verkehr. Die Vielfalt an Mobilität ist eine Errungenschaft. Die große Herausforderung dabei: Wie lässt sich das wachsende Bedürfnis nach Mobilität vereinbaren mit der simplen, aber einschneidenden Tatsache, dass der Platz in der Stadt begrenzt ist? Diese Herausforderung benötigt eine Strategie.
Im Gegensatz zu früheren Zeiten wollen wir GRÜNE Mobilität nicht bloß als Problem verwalten, sondern die Vielfalt an Fortbewegungsarten als Chance nutzen. Für uns GRÜNE ist die frühere Schwarzweißmalerei passé. Kein Verkehrsmittel ist von Vornherein gut oder schlecht. Hingegen gibt es für jeden Zweck geeignete und weniger geeignete Fortbewegungsarten. Wenn man etwas Sperriges zu transportieren hat, ist die Straßenbahn wohl kaum das passende Transportmittel. Wenn man sich schnell und gesund bewegen will, eignet sich das Fahrrad am besten.
Die GRÜNE Mobilitätsstrategie ist eine ganzheitliche Betrachtung der Mobilität. Sie fördert die Verkehrsmittel gezielt dort, wo ihre Stärken sind. Wir beziehen alle VerkehrsträgerInnen mit ein, keiner wird auf Kosten eines anderen ausgeschlossen. Ebenfalls sehr wichtig: Mobilität ist keine rein technische Angelegenheit. Art und Menge des Verkehrs hat einen Einfluss auf die soziale Zusammensetzung eines Gebiets. Für die Lebensqualität und das lokale Gewerbe ist nicht nur der Verkehrsfluss, sondern auch die Gestaltung des öffentlichen Raums wichtig. Der öffentliche Raum darf nicht einseitig auf Fahrzeuge ausgerichtet sein, denn Mobilität findet nicht nur auf Rädern, sondern auch auf Füßen statt.
Die Mobilitätsstrategie des 21. Jahrhunderts fordert, unsere Art der Fortbewegung der jeweiligen Situation anzupassen.
Die GRÜNEN wollen in den kommenden sechs Jahren Folgendes erreichen:
- 10.000 zusätzliche Radabstellanlagen im öffentlichen Raum.
- Beidseitige Verbreiterung der Nibelungenbrücke zur Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahr- und FußgängerInnen.
- Radweg von Wilhering nach Linz.
- Neue Schienenachse Mühlkeisbahnhof – Frachtenbahnhof – Hauptbahnhof – Mühlkreisbahnhof.
- 24 Stunden Mobilitätsgarantie mit einem Ticket.
- Einführung von Begegnungsstraßen in Wohngebieten.