Integration
Grüne fordern sofortigen Abschiebestopp für Minderjährige
Grüner Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat
Auch bestens integrierte Linzer Familie vor unmittelbarer Abschiebung - Linzer Gemeinderat muss endlich gegen fatale Abschiebe-Politik auftreten - Betroffene Familien vor abschiebewütiger Innenministerin bewahren
In den letzten Wochen und Monaten sind zahlreiche tragische Fälle von Abschiebungen Minderjähriger sowie gut integrierter Familien aus Österreich in die Öffentlichkeit gelangt. „Während alle politisch Verantwortlichen die Schuld für menschenunwürdige Abschiebungen von sich weisen - so etwa im Fall der kosovarischen Zwillinge Komani - werden immer mehr Fälle bekannt, die einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig sind: so wurde etwa im Juni ein fünf Monate alter Säugling, Sohn eines Österreichers, nach Tschechien abgeschoben“, so die Linzer Sozialsprecherin Ursula Roschger. „Aktuell ist auch beispielsweise die Familie Lakota aus Linz, die sich bereits seit acht Jahren in Österreich aufhält, von der Abschiebung bedroht.“
Wir wollen und können diese menschenverachtende Politik, wo willkürlich bestens integrierte Mitmenschen in ihnen teilweise unbekannte Länder abgeschoben werden, nicht länger hinnehmen: Der Linzer Gemeinderat ist jetzt gefordert, umgehend gegen diese fatale Abschiebe-Politik aufzutreten: „In Form eines Dringlichkeitsantrags wollen wir daher morgen eine Resolution an die österreichische Innenministerin richten: Dabei fordern wir einen sofortigen Abschiebestopp für Minderjährige, sowie ein generelles Bleiberecht an integrierte und unbescholtene Drittstaatsangehörige, die sich seit mindestens fünf Jahren im Bundesgebiet aufhalten“, so Roschger. In weiterer Folge soll sich die Bundesministerin für eine rasche, menschenrechtskonforme und humanitäre Reform des österreichischen Fremdenrechts einsetzen.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass von einer abschiebewütigen Innenministerin sowohl Linzer als auch alle anderen Familien, die seit Jahren in unserem Land wohnen, hier arbeiten und Teil unserer Gesellschaft geworden sind, in ihnen fremde und gefährliche Länder, die ihnen keine Perspektiven bieten, abgeschoben werden. Das ist zutiefst unmenschlich, und fordert unser aller Engagement, dagegen aufzutreten“, so Roschger.