Finanzen 

01.11.11 13:30

Swap: BAWAG verweigert Aussagen ihrer MitarbeiterInnen im Kontrollausschuss

Bawag unterstellt Ausschuss mangelnde Objektivität- Roschger weist Unterstellungen auf das Schärfste zurück und kritisiert Verweigerungshaltung der Bank: „Herber Rückschlag für all jene, die an umfassender Aufklärung interessiert sind“

Sehr verärgert zeigt sich die Vorsitzende des Kontrollausschusses Ursula Roschger über das gestrige Schreiben der BAWAG: darin teilte die Bank mit, dass eine Teilnahme von VertreterInnen der Bank – trotz einstimmigen Beschlusses des Sonderkontrollausschusses – aus ihrer Sicht weder „erforderlich“ noch „zielführend“ sei.

„Es wäre ein wesentlicher Baustein für die Aufklärungsarbeit des Sonderkontrollausschusses, Fragen an aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen und Organe der BAWAG stellen zu können. Es sind noch viele essentielle Punkte offen. Auch die Aussagen von Personen, die nicht von der Staatsanwaltschaft einvernommen wurden, wären für den Sonderkontrollausschuss von höchstem Interesse“, stellt Roschger fest. Auch wenn die BAWAG betont, dass sie eine rechtliche Aufarbeitung anstrebt, muss daran erinnert werden, dass das Swap-Debakel auch eine politische Komponente beinhaltet, die im Sonderkontrollausschuss zu bearbeiten ist.

Das Schreiben der BAWAG-Anwälte sieht Roschger als „herben Rückschlag“ für all jene, die an umfassender  Aufklärung interessiert sind. „Die kategorische Verweigerung spricht für sich. Dass aber in dem Schreiben einem städtischen Gremium dann auch noch mangelnde Objektivität unterstellt wird, ist ungeheuerlich“, so Roschger abschließend.

Von: Die Grünen Linz