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23.09.10 11:48

Verbesserungen für RadfahrerInnen im Bereich der Ampelschaltungen

9. Gemeinderatssitzung: Antrag gem. §12 Abs.1 StL. 1992

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

gerade im Radverkehr steckt ein enormes Potenzial für eine umweltverträgliche Verkehrspolitik, das weiterhin erschlossen werden muss: Statistisch gesehen sind 45 % aller mit dem Auto zurückgelegten Wege kürzer als 5 km. 21 % sind sogar kürzer als 3 km. Die Hälfte der Linzer Bevölkerung lebt und arbeitet innerhalb eines Radius von 5 km. Für 40 % aller Autofahrten besteht laut Erhebungen kein objektiver Grund, sie nicht mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Radfahren ist als Fortbewegungsmittel in der Stadt in vieler Hinsicht unschlagbar:

Bei Entfernungen unter 5 km ist das Fahrrad oft am schnellsten, dazu umweltfreundlich und für alle Beteiligten außerordentlich kostengünstig. Bedenkt man weiter die positive ökologische Situation des Radfahrens und die gesundheitlichen Vorteile regelmäßiger körperlicher Betätigung, so gibt es für eine moderne Verkehrspolitik neben der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs ein sehr klares Ziel: Der Radverkehr muss systematisch gefördert werden.

Eine wesentliche Verbesserungsmaßnahme in diesem Sinne wäre die Schaffung längerer, an den Kfz-Verkehr angepasster Grünphasen für RadfahrerInnen. Z.B. durch Trennung von Rad- und FußgängerInnenampeln.

Die Gemeinderatsfraktion der GRÜNEN stellt daher gemäß § 12 Abs.1 StL. folgenden

 

Antrag

Der Gemeinderat beschließe:

„Der Linzer Gemeinderat ersucht das für Verkehrsangelegenheiten zuständige Stadtsenatsmitglied, im Sinne der Hebung des Radverkehrsanteils in Linz, die Schaffung längerer, an den Kfz-Verkehr angepasster Grünphasen für RadfahrerInnen prüfen zu lassen und in der Folge so rasch wie möglich umzusetzen.“

Von: Gerda Lenger